Meine Sicht auf dieses Jahr und das kommende…


Gestern schrieb ich, dass ich euch mit auf die Reise durch mein 2018 nehmen würde, aber in Wirklichkeit habe ich eigentlich nur den Rahmen geliefert.
Wie war 2018? Und wie soll 2019 werden?

Familie

Ich verbringe diese Woche mit meinen Eltern und meinem Bruder in einem Ferienhaus in Dänemark, aber davor habe ich meinen Vater seit vier Monaten nicht mehr gesehen. Zuletzt war ich im Juli zuhause und er im August zu meinem Geburtstag bei mir.
Eines meiner Argumente, die Seefahrt an den Nagel zu hängen, war, dass ich häufiger zuhause sein wollte. Tatsächlich bin ich jetzt weniger dort. Der Unterschied ist, dass ich jetzt aber innerhalb von drei Stunden zuhause sein kann. Davor hätte ich Glück gehabt, wenn ich nach drei Tagen zurück in Deutschland gewesen wäre.

Mit meinem Bruder war ich dieses Jahr für zwei Wochen in Norwegen. Roadtrip im T4 der Eltern. Mein Bruder und ich haben nicht übermäßig viel Kontakt, aber nichtsdestotrotz stehen wir uns sehr nahe. Ich schiebe es auf die drei Wochen jeden Sommer, die unsere Eltern mit uns segeln waren, wir gemeinsam im Vorschiff geschlafen und uns gegenseitig die einzigen Spielgefährten waren.
Vor zwei Jahren war ich mit meiner Mutter eine Woche auf den Azoren, dieses Jahr mit meinem Bruder für zwei Wochen in Norwegen. Mal abwarten wohin ich mit meinem Papa in 2020 reise.

Freunde

Als ich Anfang 2016 nach Bremen zog, hatte ich zwei Freundinnen in Bremen und beide zogen innerhalb der ersten zwölf Monate nach Hamburg. Inzwischen habe ich aber neue Freunde gefunden. In Bremen und im Umland. Diese Freunde sind gute Freunde. Freunde, die für dich da sind und dir über Stunden zuhören, während Du dich zum zwanzigsten Mal wiederholst.
Ich habe eine Freundin, die ein wenig außerhalb von Bremen wohnt. Ich würde gern mehr mit ihr unternehmen. Mit ihr Kekse zu backen und dann in Daisy’s Diner einen dicken Burger zu mampfen ist zu schön, um es nur in der Vorweihnachtszeit zu tun.

Arbeit

Meine Arbeit macht mir einfach nur Spaß. Fertig aus.
Aber ich erfülle meinen Arbeitsvertrag in Bezug auf die Stunden noch nicht. Nun werden mir Möglichkeiten geboten, meine Position innerhalb der Gesellschaft weiter auszubauen und ich hoffe, dass ich in 2019 etwas mehr Verständnis von meinem Freund erfahre. Verständnis dafür, dass ich meine Arbeitsstunden erfüllen muss, wenn mein Arbeitgeber mich darum bittet…. bittet wohlgemerkt….

Hobbies

Ich glaube Hobbys sind ein Thema für einen weiteren Blogeintrag. „Warum hat keiner mehr Hobbys?“
Ist Netflix ein Hobby? Nennt man sich dann Cineast? Dann bin ich definitiv ein Cineast. Aber ich möchte nicht, dass das mein Hobby ist.
Ich glaube, ich würde meinen Wunsch zur Handarbeit hier einordnen.
In meinem ersten Theoriesemester Anfang 2010 wollte ich mir einen zweiten Tisch und Stuhl in mein winziges Studioapartment stellen. Finanziell reichte es nur für den Stuhl, den ich dieses Jahr original verpackt über eBay verkauft habe. Diesen Tisch wollte ich dazu nutzen zu nähen. Ich wollte alle meine Kleider selbst nähen. Ich hatte nicht mal eine Nähmaschine. Die bekam ich dann zu Weihnachten 2010. Ohne, dass ich ein Wort darüber meiner Mutter gegenüber verloren hätte.
Bei Handarbeit denken alle immer an Klorollenhüllen oder ähnlich spießige Dinge. Ich denke aber, dass ich nun, nach 2010, endlich die richtige Handarbeit für mich gefunden habe. Dazu eines Tages mehr. Nicht mehr dieses Jahr. Sagen wir Ende Januar.

Und Sport. 🙂 Ich habe meinen Po im Spiegel von hinten gesehen und…. ja…. Sport. Wo sind meine neuen kabellosen Kopfhörer für Musik auf dem Laufband?

Wohnung

Uiii….. Ich wohne jetzt seit drei Jahren in meiner Wohnung. Meine erste eigene Wohnung. Seefahrerleben, was soll ich sagen? Ich lebe tatsächlich in meiner Wohnung. So richtig mit kochen, putzen, schlafen etc. Ok. Ich übertreibe in meinen Ausführungen, aber wer mal acht Monate im Jahr zur See gefahren ist und so ziemlich den Rest der Zeit mit dem Rucksack durch Europa getourt ist, der versteht, wie verrückt es ist, wenn man einen Wohnsitz so richtig nutzt.
Als ich meine Wohnung „bezog“ hatte ich nichts. Ich hatte eine Küche, die schon drin war, und ein Sofa.
Oh mein Gott! Das ist NICHTS!
Ich hatte keinen Plan in welchem Stil ich meine Wohnung einrichten wollte und habe mir die Möbel gekauft, die ich mir leisten konnte und die ich leiden mochte. Ich habe zum Beispiel eine riesige Leuchtturm-Leinwand von Ikea an die große weiße Wand in meinem Esszimmer gehängt. (Hängt inzwischen im Schlafzimmer meines Freundes. Leinwand ist einfach nicht mein Stil. Ich bin Passepartout.)
Inzwischen weiß ich was ich mag und entsprechend muss sich in meiner Wohnung nicht viel ändern. Ich möchte nur bis Ende Januar eine Galerie an der großen weißen Wand in meinem Esszimmer haben.

Außerdem wünsche ich mir eine geordnetere Abendroutine, um mein Sofa anders zu nutzen – für einen Film am Abend und nicht für eine komplette Serie am Nachmittag.


Das war’s wohl. Mein Rückblick aufs Jahr 2018. Alles in allem kann ich sagen, dass mir das Jahr sehr gut gefallen hat und ich mich sehr auf 2019 freue. Auf 2019 mit euch.
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